Biologisch und leichtfüßig

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Foto: Weingut Loimery
Fred Loimers Alltag ist von vielen Fragen geprägt: Wie kann man das Leben leicht und trotzdem ernst nehmen?
Wie kann man sich für biodynamische Landwirtschaft einsetzen, ohne ins Sektenhafte abzudriften? Wie kann man Weine herstellen, die leichtfüßig und dennoch tiefgründig sind?

Die Antworten des Starwinzers aus Langenlois sind oft kurz, aber bescheren einen langen Genuss. „Charming“ ist ein elegantes Beispiel, „Lois“ ein erfolgreiches. Mit ihm erfand Fred Loimer einen der ersten Yuppie-Weine Österreichs. Ein fruchtiger Veltliner, der einfach nur Spaß machen soll.

„Es geht um ständiges Hinterfragen, auch wenn man nicht immer Antworten findet“, meint der kreative Winzer aus dem Kamptal, der sich gerne überraschen lässt und selbst für Überraschungen gut ist.

Im Jahr 2000 hatte er dem historischen Keller einen schwarzen Kubus aufgesetzt und damit für Aufsehen gesorgt. 2006 begann er, die 60 Hektar Weingärten auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umzustellen. Mit Kräutern, Blumen, Sträuchern, Bäumen und Tieren – mit der Vielfalt als emotionalem Kapital.

Alles andere als überraschend sind seine Erfolge. Bei Falstaff hat er 2016 für sage und schreibe elf Weine 90 und mehr Punkte eingeheimst, Spitzenreiter ist der „Riesling Kamptal DAC Zöbing Heiligenstein“ mit 95. Indikatoren für die Weltklasse.

Loimers Konsequenz in Sachen Qualität zeigt sich auch im Keller: Dort wird mittels Schlitzrinnen und Eurosink-Bodenabläufen von Aschl entwässert.