Die „Energiestadt“ als einzigartiger Ansatz in der Schweizer Energiepolitik

Sportanlage Rüti
(Uzwil, St. Gallen)

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Bilder: © DS Architektur AG

Wenn es um den bewussten und sparsamen Umgang mit Energie geht, ist die Gemeinde Uzwil im Schweizer Kanton St. Gallen ein großes Vorbild.

Die „Energiestadt“ ist ein zentrales Instrument der Schweizer Energiepolitik. Energiestädte nehmen innerhalb der nationalen Energiestrategie 2050 eine Schlüsselrolle ein, setzen vor Ort die neue Energiepolitik um und tragen maßgeblich zur Energiewende bei. Mittlerweile tragen 320 Schweizer Städte und Gemeinden diesen Titel.
Der umfassende Ansatz von Energiestadt schlägt sich ein einem Katalog nieder, an dem die Energiestädte gemessen werden.

Energiesparen an allen Ecken und Enden
In sechs Bereichen wird anhand von 87 Themen überprüft, welchen Anteil vom energiepolitischen Potenzial die Gemeinden ausschöpfen. Dazu zählen beispielsweise die Energiebuchhaltung für kommunale Gebäude, die Bilanzierung der Mobilität oder auch Einkaufsrichtlinien für Papier, Bürogeräte oder Ökostrom.
Uzwil ist bereits seit 2007 Energiestadt. Den Titel trägt die Gemeinde nicht einfach, die Idee ist für sie vielmehr ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
Das Dorf Uzwil entstand erst ab 1856, nach dem Bau von Eisenbahn und Bahnhof. Henau ist das älteste Dorf und Urzelle der Gemeinde, die 754 aus dem Dunkel der Geschichte auftauchte. Bis 1962 war Henau auch der Name der Gemeinde..
In Henau steht seit 1984 mit der „Rüti“ die zentrale Leichtathletik- und Rasensportanlage. Dort errichtete nun die Gemeinde ein modernes Gebäude mit Garderoben und behindertengerechten Duschen – nach strengen energiepolitischen Kriterien, versteht sich. Und dafür wurden Badrinnen und Bodenabläufe von Aschl ausgewählt – ebenfalls nach strengen Qualitätskriterien, versteht sich!