Die Winzerin

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Foto: Weingut Wiederstein

Sie träumt von einer Schnellballschlacht im Sommer (und will diesen Winter Schneebälle einfrieren). „Lach drüber, wenn´s zum Weinen nicht langt“ lautet ihre Lebensphilosophie. Und sie stampft Maische gern barfuß.

Winzerin Birgit Wiederstein ist anders. Humorvoll, kreativ, selbstbewusst, geerdet. Sie agiert auf den sechs Hektar Weinbaufläche in Göttlesbrunn mit feiner Hand und ist eine Hälfte der „Weiberwirtschaft“. Die zweite Hälfte heißt Grete, ist ihre Mutter und Brennerin eleganter Destillate.

„Ich brauche ein bis zwei Jahre, bis ich verstehe, wer der neue Wein wirklich ist, manchmal auch länger oder gar ein Leben lang“, räumt Birgit ein. „Denn im Vordergrund steht, den Charakter eines Weines herauszuarbeiten. Man soll Freude daran haben, mit ihm Zeit zu verbringen.“

So genießt der Weinfreund dann je nach Wiederstein-Kreation die Anwesenheit von „Frau Lindenblatt“, hinter der sich eine alte ungarische Rebsorte verbirgt, oder von „Pr1ma Donna“, einem Weißwein-Cuvée aus Gelber Muskateller, Muskat Otonell und Grüner Veltliner Traube.

Außer Traktorfahren liebt Birgit Wiederstein alles am Dasein einer Winzerin. Die Handarbeit genauso wie das Plaudern im Weingarten.

Bei der Weinproduktion ist ihr die „reine Atmosphäre“ durch schnell abfließende Schmutzwässer wichtig. „Bei den Aschl-Schlitzrinnen aus Edelstahl, die wir 2007 eingebaut haben, gibt es keine versteckten Räume, in denen sich Reste ansammeln könnten. Das schätze ich sehr!“