Eine Akademie für den Tennisnachwuchs

Steirische Tennisakademie
(Leibnitz, Steiermark)

Steirische Tennisakademie

Für die sportbegeisterten Österreicher war der 12. Februar 1996 ein bemerkenswerter Tag. Und erst recht für die Tennisbegeisterten! Was war da noch mal vor 15 Jahren?

Erstmals thronte ein Tennis-Profi aus Österreich auf Rang eins der Tennis-Weltrangliste. Thomas Muster war ohnehin schon länger ein Held der Nation gewesen, hatte schließlich 44 ATP-Turniere gewonnen, darunter einen Grand-Slam-Titel bei der French Open geholt. Der ausgesprochene Sandplatz-Spezialist hat mehr als ein Jahrzehnt lang knallhart serviert und nicht nur die Fans aus dem Häuschen gebracht, sondern auch einen nachhaltigen Tennis-Boom ausgelöst.

Es ist natürlich kein Zufall, dass in der südsteirischen Muster-Heimatstadt Leibnitz eine Tennisakademie entstanden ist. Unter dem Motto „Von der Breite zur Spitze“ hatten die ehemalige Nummer 1, die Steiermark und der steirische Tennisverband bereits 2004 das sportliche Jugendförderungskonzept „Musterland Steiermark“ vorgestellt. 2007 entschied man sich für Leibnitz als Standort. Land, Stadt und die steirischen Jugend- und Familiengästehäuser investierten ab 2008 mehr als acht Millionen Euro ins Projekt. Neben einer Sporthalle mit vier Tennisplätzen und fünf Plätzen im Freien wurde auch ein Jugend- und Familiengästehaus gebaut. Mit einer kleinen Beteiligung der Aschl GmbH, die Sanitärabläufe mit höhenverstellbaren Oberteilen und herausnehmbaren Geruchsverschlüssen sowie Klebeflanschen lieferte.

Auch wenn Tennisakademie-Ideengeber Thomas Muster 2009 ausstieg, weil seine Vorstellungen von einer derartigen Einrichtung von der Politik als nicht finanzierbar abgelehnt worden waren, bleibt das von ihm ausgegebene Ziel: „Wir müssen eine möglichst breite Basis schaffen, um in einigen Jahren Spitzenspieler hervorzubringen.“ Auf dass sich das rot-weiß-rote Tennisherz wieder an großen Erfolgen erfreuen kann!