Eine tiefblaue Auster mit vielen glänzenden Perlen

Auster
(Graz, Steiermark)

Auster, Sport und Wellnessbad

Die wohl größte und schönste Auster der Welt liegt nicht auf Meeresgrund. Das tiefblaue Exemplar kann seit dem Vorjahr weitab von jedem Meer bewundert werden, in Graz-Eggenberg. Dafür eröffnet sich in ihrem Inneren eine Wasserwelt mit vielen Perlen.

Wer in dieser Auster einmal Schwimmsport betrieben oder sich in Saunen, Dampfbädern und Whirlpools dem süßen Nichtstun hingegeben hat, kann sich ihrem Zauber nicht mehr entziehen.

Die Auster vereint ein hypermodernes Hallenbad mit einem 50 Meter langen, wettkampftauglichen  Sportbecken mit einer Wellnesslandschaft. Das architektonische Highlight ersetzte das 2007 abgerissene Eggenberger Bad. „Eigentlich haben wir das für uns gemacht“, gestanden die Architekten Hemma Fasch und Jakob Fuchs, die in einem europaweit ausgeschriebenen Bewerb als Sieger hervorgegangen waren. „Wir haben an unsere eigenen Bedürfnisse als Badbesucher gedacht.“

Wenn Architekten das sagen, kann das nur gut sein: Die Auster wird von Besuchern beinahe überschwemmt. Das Gespür von „fasch&fuchs.architekten“ für Maßstäbe und Material wird überall  sichtbar. Ein Foyer mit blau verglastem Windfang, einen an gesprenkelten Nougat erinnerndem Boden und einem orange hinterleuchteten Kassenpult erschließt sowohl das größte Sportbad im Süden Österreichs mit Zuschauertribünen als auch das 2000 m² große Wellnessareal in- und outdoor mit mehreren Becken.
250.000 Fliesen wurden in der Auster verlegt. Das klingt fürs Erste nach Masse, ist aber Oberklasse. Die hellbeige geflieste und großzügig verglaste Halle gibt nach Westen den Blick zum Schloss Eggenberg frei.

Die Entwässerungstechnik bei Sport- und Kinderbecken sowie im Wellness- und Saunabereich wurde nicht dem Zufall überlassen: Hier entschieden sich die Planer für elegante Linienentwässerungen aus dem Hause Aschl, die sich hervorragend ins optische Gesamtkonzept einbinden ließen. Künstler Thomas Hamann hat für die Auster ein Lichtkonzept entwickelt, das je nach Tageszeit und Wochentag wechselt.
41 Millionen Euro hat die „Holding Graz Freizeit“ der Stadt Graz in dieses internationale Vorzeigeprojekt investiert. Die Preise für die Besucher sind im Verhältnis zum Gebotenen moderat. Ein Tag in der „Auster“ kostet bloß 18 Euro.