Spezielle Entwässerungslösung für Jungpflanzen-Produktion

Jungpflanzen Gernert
(Albertshofen, Bayern)

Jungpflanzen Gernert

Jungpflanzen Gernert in Albertshofen, Unterfranken, 30 Kilometer südöstlich von Würzburg gelegen, ist ein absoluter Spezialist für Gemüse-, Kräuter-, Arznei- und Blumenpflanzen. Beeindruckende vier Hektar groß sind die Gewächshäuser, in denen jährlich Millionen Jungpflanzen sprießen, von A wie Astern bis Z wie Zucchini.

Die gesamte Glasfläche ist in zwölf Abteilungen gegliedert, um genau auf Kulturbedingungen eingehen zu können. Selbst für Frostkeimer steht eine Kühlzelle zur Verfügung. Ein großes Standbein ist die Veredelung von Tomaten- und Gurkenpflanzen. Modernste Technik mit absenkbarer Heizung, Ebbe-Flut-System, Bodenheizung, Energieschirm und Belichtung garantiert eine Produktion das ganze Jahr über. In einem Offendachhaus werden alle Pflanzen vor der Auslieferung abgehärtet, um ein gutes Weiterwachsen garantieren zu können.

Doch die allermeisten Pflänzchen lieben die Wärme. Sie keimen und wachsen schneller. Deshalb wird zum Beispiel auch der Boden einer 5000 m² großen Halle beheizt. Zweimal pro Tag regnet es auf das sprießende Grün. Damit das Restwasser schneller abfließen kann, weist der Boden ein Gefälle auf. Es fließt in jenen Randbereich der Halle, wo die Jungpflanzen die Reise zu den Abnehmern antreten.

Doch von dort floss es eines Tages nicht mehr ab, sehr zum Ärger des Unternehmens. Die Peter Streng Diamanttechnik, auf Betonbearbeitung spezialisiert, kontaktierte die Aschl GmbH. Die Vorgabe: Die Rinnen müssen nachträglich eingebaut werden, dürfen aber die Statik des Bodens nicht schwächen und müssen durch Stapler und Lkw befahrbar sein. Für diesen speziellen Fall entwarfen die Aschl-Techniker zwei große Entwässerungslinien in T-Form. Die jeweils zehn Meter langen „Flügeln“ sind randverstärkte Kombirinnen mit einem Mittelstegrost und weisen ein Gefälle von 0,5 Prozent und geringer Einbauhöhe auf. Die fünf bzw. sieben Meter langen Schlitzrinnen in der Mitte sind mittels T-Stück mit den Kombirinnen verbunden. Die gut durchdachte Lösung funktioniert – und beeindruckt die Familie Gernert und deren Mitarbeiter.

So gilt der Slogan des Betriebes, der auf eine Geschichte bis 1921 zurückblickt, wieder uneingeschränkt: „Jungpflanzen Gernert – ein guter Anfang!